Wie die Menschheit die Umwelt belastet
Schon die bei den Römern grassierte die Aussage, dass die Umwelt langsam zerstört wird, doch erst mit Beginn der Industrialisierung begann der Mensch, seine Umwelt wirklich zu belasten. Neue Verfahren mit bis dahin unbekannten, in der Natur großteils nicht vorkommende chemische Verbindungen kamen zum Einsatz. Aufgrund der mangelnden Kenntnisse über die Folgen wurden Gifte unbegrenzt verwendet, die Böden sind damit heute noch vielerorts belastet. Umweltschutz war ein Fremdwort, der Umgang mit der Natur katastrophal – erst in den siebziger und achtziger Jahren fingen die Menschen an zu begreifen.
Neue Technologien für die Umwelt
Nachdem immer deutlicher wurde, dass der Umgang mit der Natur langsam aber sicher die Erde zerstört, begann die Entwicklung neuer Technologien, die die Umwelt und die Technik in einem vernünftigen Maße verbinden sollen. Cleantech, also saubere Technologie, stellt den Naturerhalt sicher und steigert dabei die Leistung und Produktivität, Emissionsreduktion steht neben der Ressourcenschonung im Vordergrund. Zu den großen Problemen gehört dabei der Erhalt der Mobilität, denn nicht nur, dass die Erdölreserven sich langsam gegen Ende neigen, der Emissionsausstoß der unzähligen Fahrzeuge führt die Menschheit in Richtung einer Klimakatastrophe. Mit Hilfe von Cleantech will die Industrie auch hier entsprechende Maßnahmen ergreifen, denn neben den Industrieanlagen selbst stoßen Lkws, Dieselloks und Flugzeuge die meisten Schadstoffe aus. Thomas Lloyd fördert Cleantech mit großen Börsenerfolgen – die Akzeptanz der Notwendigkeit wächst.
Erneuerbare Energie und Energiespeicherung
Eines der Hauptforschungsgebiete von Cleantech sind erneuerbare Energien wie Gezeitenkraftwerke oder Windkrafträder, aber auch die Speicherung von Energie ist ein wichtiger Aspekt. Mithilfe entsprechender Mittel wäre ein Großteil der Energieproduktion reduzierbar, die vorhandenen Ressourcen besser nutzbar. Auch mit der Landwirtschaft beschäftigt sich Cleantech, denn gerade in den Großmastbetrieben entsteht durch die natürlichen Abfallprodukte der Tierhaltung eine große Menge ungenutzter Biomüll, dessen Verwendung nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch zur Energieproduktion nutzbar wären. Die Zukunftstechnologie zielt auf die Erhaltung der Umwelt und Schonung der natürlichen Ressourcen ab, denn wenn der Mensch seine Haltung zur Natur nicht bald grundlegend umstellt, wird es in absehbarer Zeit keine Umwelt zu schützen mehr geben.
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Abholzung der Regenwälder – ein zerstörerischer Einschnitt in den natürlichen Lebensraum der Menschen, Tiere und Pflanzen
Die feuchten immergrünen Regenwälder, die nur noch 2% unserer Erdoberfläche ausmachen, beherbergen die artenreichste Tier- und Pflanzenvielfalt, von denen eine besondere Faszination ausgeht. Regenwälder sind der grüne Ozean und ein Paradies auf unserem Erdball, wo Moose, Lianen, riesige Bäume, Farne, farbenprächtige Blumen, schmackhafte Früchte waschen, schillernde Schmetterlinge und bezaubernde Vögel und andere Tiere leben.
Wo befindet sich der Regenwald?
Der Regenwald mit seiner Fauna und Flora hat mehr als 100 Millionen Jahre benötigt, um in ihrer heutigen Vielfalt und Schönheit zu „erscheinen“. In den Regenwäldern befinden sich schätzungsweise etwa 90 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten, die auf der Erde vorkommen. Aber auch viele Menschen, besonders indigene Völker, haben hier ihren Lebensraum und ernähren sich, wie Jäger und Sammler, ausschließlich von den Produkten der Regenwälder. Am größten Fluss der Welt, dem Amazonas (Brasilien/Südamerika) befindet sich das größte tropische Regenwaldgebiet der Erde. Andere große und bedeutende Regenwälder befinden sich im Kongobecken Afrikas und in Asien – Indonesien oder in den gemäßigten Klimazonen, wie in Chile, Neuseeland und Tasmanien.
Ursachen der Abholzung der Regenwälder
Vor mehr als 500 Jahren, als Kolumbus 1492 Amerika entdeckte, begann man mit der Ausbeutung der indigene Bevölkerung und des Amazonasgebietes. Als in dieser Region im 18. Jahrhundert mit dem kommerziellen Anbau und des gewinnbringenden Exports von Baumwolle, Bananen, Ölpalme, Soja, Kaffee und Reis sowie der Viehzucht begonnen wurde, wurde mit der Abholzung der Regenwälder begonnen, um Plantagen anzulegen. Darüber hinaus gewann der Abbau der Bodenschätze (Erz, Gold, Gas usw.) eine immer größere wirtschaftliche Bedeutung, was auch, neben der Errichtung von Straßen sowie Staudämmen zur Energiegewinnung, und wegen des Handels mit edlen, hochwertigen tropischen Hölzern (Mahagoni, Ebenholz) zur rücksichtlosen Abholzung der Regenwälder führte. Schon beim Fällen und schwierigen Transport des Holzes wird der angrenzende Regenwald zu 75 Prozent zerstört.
Täglich fallen etwa 550 Millionen Quadratmeter der Regenwälder den Motorsägen oder dem Feuer zum Opfer. Trotz der Festlegungen des Weltklimagipfels 2009 in Kopenhagen, wo sich Brasilien verpflichtete, die Abholzung der Regenwälder um 80% zu reduzieren, musste jetzt festgestellt werden, dass im April und Mai 2011 etwa 593 Quadratkilometer der Abholzung zum Opfer gefallen sind – viele Bauern bzw. Viehzüchter roden, um Weideland zu gewinnen. Die Regierung jedoch hat den Kampf dagegen aufgenommen, um die grüne Lunge unserer Erde zu erhalten.
Folgen der Abholzung der Regenwälder
Durch die Abholzung der Regenwälder kommt das natürliche Gleichgewicht unserer Erde in das Ungleichgewicht, das heißt, dass die artenreiche Flora und Fauna, so wie sie vor der Abholzung zu finden war, unwiederbringlich verloren ist. Des Weiteren hat es immense Auswirkungen auf das Weltklima und deren Klimaveränderung. Auch Aufforstungen können die Vielfalt nicht ersetzen, denn die, das Wachstum fördernden Baumkronen fehlen, ohne diese ist kein Wachstum möglich. Der Regenwald schafft über die Aufnahme des Wassers und die Verdunstung, die über die Blätter erfolgt, den Niederschlag – durch die Abholzung der Regenwälder ist dieser Prozess bzw. Kreislauf unterbrochen. Der Niederschlag reicht auch für den noch existierenden Regenwald nicht mehr aus, er könnte austrocknen; die drastische Folge sind Savannen.
Weltweit wird der Kampf von Umweltorganisationen (z. B. UNESCO, WWF, NABU oder Rettet den Regenwald), Staaten, Vereinen, großer Industrie- und Handelsunternehmen, Privatpersonen usw. gegen die Abholzung der Regenwälder durch Aufklärung, Projekte, Spenden und Aktionen usw. organisiert. Erfolge konnten bereits erzielt werden, wie z. B. in Costa Rica mit der Aussetzung des Staudamm-Projektes El Diquis.
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