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WWF – World Wildlife Fund for Nature (Welt-Naturstiftung)

»Gepostet von Mr.Green am Jun 16, 2011 in Umweltschutzorganisationen | 3 Kommentare

Die Umweltschutzorganisation WWFJedem ist das Logo bzw. das Wappentier „Panda“ dieser, am 29.04.1961 von 16 Wissenschaftlern, Politikern und Geschäftsleuten mit dem „Manifest des Morgens“ in der Schweiz gegründeten gemeinnützigen Organisation (damals noch Word Wildlife Fund, seit 1986 World Wildlife Fund for Nature) bekannt. Der Grundgedanke war, durch einen Zeitungsartikel die Menschen wachzurütteln, um durch Geldspenden bedrohte Nashörner, Galapagos-Schildkröten und Antilopen zu retten. Es gelang der Umweltstiftung WWF während der ersten drei Jahren ihres Bestehens etwa 3,9 Millionen Euro Spendengelder aus aller Welt zu sammeln, die dann gezielt an Natur- und Tierschutzorganisationen weitergeleitet werden konnten.

Über die Organisation

Heute gehört die Organisation (Stiftung) mit rund 5 Millionen Mitgliedern in etwa 100 Ländern, zu den größten Natur- und Umweltschutzorganisationen der Welt. Die internationale Zentrale befindet sich in Gland unweit des Genfer Sees in der Schweiz. Gegenwärtig gibt es in 58 Ländern der Welt WWF-Büros. Der WWF als Naturschutzorganisation finanziert sich ausschließlich über Spenden, Beiträge der Mitglieder, Zuwendungen und über das Stiftungsvermögen – 2006 konnten mit etwa 374 Millionen Euro zahlreiche Natur- und Umweltschutzprojekte finanziert und unterstützt werden.
Die WWF Stiftung in Deutschland (Umweltstiftung WWF Deutschland – Stiftung für den Schutz der biologischen Vielfalt und der natürlichen Umwelt) wurde 1963 gegründet, Gründungsmitglieder waren u.a. der Zoologe und Tierfilmer Bernhard Grzimek (24.04.1909 – 13.03.1987), Eugen Gerstenmaier (Bundestagspräsident, 25.08.1906 – 13.03.1986) und Gerhard Stoltenberg (Bundesminister, 29.09.1928 – 23.11.2001). Sitz der deutschen Stiftungs-Zentrale ist in Berlin. Darüber hinaus gibt es noch eine Vertretung in Frankfurt/Main sowie Fachbereiche in Hamburg (Zentrum für Meeresschutz) und Mölln (Fachbereich Naturschutz-Flächenmanagement) und drei Projektbüros, die sich in Stralsund (Ostsee), Husum (Wattenmeer) und Dessau (Mittlere Elbe) befinden.

Ziele, Projekte und Erfolge

Ziel der Tätigkeit der WWF ist der “Naturschutz für und mit dem Menschen”, das heißt es geht um den Schutz, die Erhaltung und die Förderung der Nachhaltigkeit der biologischen Vielfalt aller Lebensräume und Arten. Dazu gehört auch, dass mit den natürlichen und erneuerbaren Ressourcen sparsam umgegangen und bestehendes verschwenderisches Konsumverhalten (Energie und natürliche Ressourcen) verändern wird. Der WWF sieht seine Aufgabe nicht in der Konfrontation oder Polarisierung sondern in der Überzeugungsarbeit, in der Kooperation mit Wirtschaft, Industrie und Politik und vor allem in der Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, in der finanziellen und fachlichen Unterstützung und Beratung sowie in der Einrichtung von Natur- und Tierschutzgebieten weltweit.

Anfänglich lag der Fokus des WWF auf der Erhaltung und dem Schutz gefährdeter Arten. In den 1970er Jahren beschäftigte man sich immer mehr mit Ursachen, Problemen und Verhinderung der Naturzerstörung, um die biologische und genetische Vielfalt (Biodiversität) von Flora und Fauna für die Funktion der Ökosysteme zu erhalten. Der WWF konzentrierte sich dabei vorwiegend auf die Flüsse, Meere, Seen, Küsten- und Feuchtgebiete und auf die verschiedenen Waldökosysteme. Ein große Aufgabe sieht der WWF in der Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit sowie in der politische Lobbyarbeit, um sowohl die Bevölkerung als auch Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie und Politik zu sensibilisieren, wenn es um bedrohte Tier- und Pflanzenarten oder, wenn es um Umweltverschmutzung und Verschwendung natürlicher Ressourcen geht, um sie in Projekte für deren Schutz und Verhinderung einzubinden. Ziel ist es, das Mensch und Natur, auch über Generationen hinweg, im Einklang auf unserer Erde leben können.
In der 50-jährigen Geschichte konnte der WWF sich an der Errichtung bzw. Ausweisung von mehr als dreihundert Schutzgebieten und vielfältigen Projekten weltweit beteiligen. Solche Projekte wie die Erhaltung des sibirischen Tigers, der Nashörner, des großen und des roten Pandas oder die Einrichtung von Schutzgebieten in der Ostsee, im Wattenmeer, in den Gewässern vor der Küste Westafrikas und im Nordostatlantik oder die Renaturierung verschiedener europäischen Flussauen (Donau, Elbe, Oder und Rhein) oder am sibirischen Amur oder in den Sumpfgebieten des Amazonas und den einzigartigen Mangrovenwäldern – insgesamt konnten durch den WWF mehr als zwei Millionen Quadratkilometer geschützter Lebensraum für Tiere und Pflanzen (u.a. in Nationalparks und Naturschutzgebiete) geschaffen werden.

Gegenwärtig unterstützt der WWF weltweit mit ca. 4.000 Mitarbeitern etwa 2.000 Projekte des Naturschutzes, wo vor Ort die Menschen (in Zentralafrika mit einheimischen Baka-Pygmäen) in die Arbeit einbezogen werden, um sie für das Anliegen zu sensibilisieren, so dass die Projekte dort erfolgreich weitergeführt werden können.

Photo: David Davis – Fotolia

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Artenschutz – nicht nur Schutz und Pflege bedrohter Tier- und Pflanzenarten

»Gepostet von Mr.Green am Feb 9, 2011 in Artenschutz | 2 Kommentare

Der Artenschutz und wie man ihn durchführtDer Artenschutz, als Teil des Naturschutzes, befasst sich mit dem menschlichen Schutz, der Hege und Pflege gefährdeter wild lebender Tiere und Pflanzen in ihrer natürlichen Umwelt, ihren Lebensbereich bzw. –stätten und ihrer Artenvielfalt.

Was ist Artenschutz?

Der Artenschutz befasst sich vorwiegend mit wild lebenden Pflanzen- und Tierarten mit seinen natürlichen Populationen sowie deren Lebensräume wie zum Beispiel Biotope und Ökobiotope, um Tier und Pflanzen vor dem Aussterben zu bewahren und unseren nachfolgenden Generationen das Leben im Einklang mit der Natur ermöglichen zu können. Artenschutz und Naturschutz arbeiten dabei eng zusammen, um die biologische Vielfalt (Biodiversität) bewahren, sichern und erhalten zu können.

Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) veröffentlicht seit 1966 alljährlich die „Rote Liste“ der weltweit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften und Biotoptypen. Die „Blaue Liste“ hingegen dokumentiert die Tier- und Pflanzenarten usw., die durch den gezielten Artenschutz gerettet und erhalten werden konnten, sie werden dann aus der Roten Liste entfernt. Die Programme zum Artenschutz sind gezielte Maßnahmen zur Erhaltung der aufgeführten Tiere, Pflanzen, Pflanzengesellschaften und Biotope. Neben der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzorganisation veröffentlicht auch Deutschland eine nationale „Rote Liste“. Darüber hinaus ist im Bundesnaturschutzgesetz vom 29.07. 2009 und in der Bundesartenschutzverordnung 16.02.2005 sowie in anderen Richtlinie und Gesetzen der Artenschutz gesetzlich verankert.

Warum Artenschutz?

Wie bereits erwähnt, wird Artenschutz betrieben, um das Aussterben oder auch die Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten durch den Menschen zu verhindern und viele Arten in seinen natürlichen Lebensräumen (Biotope), Lebensstätten (Habitate) und Lebensgemeinschaften (Biozönosen) zu erhalten. Die einzelnen Arten sind wichtige Bestandteile des Ökosystems unserer Natur, die sich ergänzen und abhängig voneinander sind (z. B. Pflanzen und Insekten, die die Pflanzen bestäuben und für die Befruchtung vieler Obstsorten und Nutzpflanzen sorgen, die in der Nahrungskette nicht wegzudenken sind).
Wird ein Teil vernichtet, kommt es zu weiterem Artenaussterben, was ein Ungleichgewicht der Natur, auch für die Menschen, zur Folge hat. Denn es gehen sowohl ökologische als auch ökonomische Raritäten verloren. Das bedeutet, Artenschutz ist nicht nur für die Nahrungsgrundlage von Mensch und Tier sondern für den gesamten Naturkreislauf, zu dem auch Kleinstlebewesen usw. gehören, von Bedeutung. Viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen, wie Digitales, Chinin oder die pazifische Eibe, sind Grundlage wichtiger z. T. lebenserhaltender und lebensrettender Medikamente und Heilmittel und erfordern daher den Artenschutz. Außerdem sind natürliche Rohstoffe wie Holz, Leder, Kork, Wolle usw. für die Weiterverarbeitung wichtiger Konsumgüter in der Industrie nicht wegzudenken. Aber auch der ökonomische Aspekt des Tourismus und der Erholung, im Gleichgewicht der Natur, verlangt einen Artenschutz. Bei jeglicher Nutzung der Natur und deren Ressourcen sollte darauf geachtet werden, dass der Artenschutz betrieben wird, denn zerstörte bzw. ausgerottete Lebewesen bzw. Arten sind unwiederbringlich verloren. Dabei ist auch zu beachten, welche Bedeutung die Artenvielfalt der Tiere, Pflanzen usw. für die Wissenschaft, speziell für Evolutionsbiologen hat.

Neben den ökonomischen Gesichtspunkten haben wir als Menschen nicht nur unseren nachfolgenden Generationen eine ethische Verantwortung was Artenvielfalt und deren Artenschutz aus anthropozentrischer und biozentrischer Sicht betrifft. Nie sollte wir als Menschen außer Acht lassen, dass die Erde nicht uns gehört, sondern wir der Erde gehören, so wie es schon 1855 der Häuptling Seattle (1786-1866) in seiner Rede an den Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Ausdruck brachte.

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