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Gewässerschutz dient dem ökologischen Gleichgewicht

»Gepostet von Mr.Green am Mrz 30, 2011 in Umweltschutz | 23 Kommentare

Der Sinn von Gewässerschutz Im Ökosystem bilden die Gewässer wichtige Bestandteile und dienen Tieren und Pflanzen als Lebensraum. Gewässer, zu denen alle ober- und unterirdisch fließenden und stehenden Wasser (z. B. Bäche, Flüsse, Kanäle, Ströme, Teiche, Weiher, Seen, Meere, Ozeane usw. – mit Süß- oder Salzwasser) auf unserem Erdball zählen, haben aber auch zur Trink- und Brauchwasserversorgung, Energieerzeugung, als Verkehrs- und Transportwege, zur Abwasserentsorgung und für die Freizeitgestaltung wichtige Aufgaben und Funktionen zu erfüllen.

Die Bedeutung von Gewässerschutz

Um gesunde Gewässer im Wasserkreislauf und im Ökosystem zu sichern, und um eine Biodiversität zu erhalten, ist es erforderlich, dass Gewässerschutz ergänzend und unterstützend mit dem Naturschutz betrieben wird. Auf regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene gibt es jeweils gesetzliche Grundlagen und Richtlinien, die den Gewässerschutz regeln. Dazu gehören z. B. in Deutschland das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und –wegerecht, die Abwasserverordnung, die Badegewässerrichtlinie, das Infektionsschutzgesetz (bei Trinkwasser) das Abwasserabgabengesetz sowie das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz. Die Bundesregierung arbeitet bei der Umsetzung der Vorschriften mit den einzelnen Ländern eng zusammen, dennoch obliegt es den Ländern, die rechtlichen Regularien länderspezifisch zu ergänzen und umzusetzen bzw. zu vollziehen.

Ziele des Gewässerschutzes

Der Gewässerschutz lässt sich grundsätzlich in zwei Schwerpunkte gliedern. Zum einen beschäftigt sich der Gewässerschutz im Rahmen des Umweltschutzes, das heißt, dass dadurch naturnahe bzw. natürliche Gewässer, im guten ökologischen Zustand, als Lebensraum für Flora und Fauna gesichert werden. Zum anderen geht es beim Gewässerschutz um den Schutz und den nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang und der Bewirtschaftung mit der wertvollen Ressource Wasser, um auch in der Zukunft noch genügend sauberes Wasser zu haben.

Belastungssituationen der Gewässer, die den Gewässerschutz erfordern

In den vergangenen 25 bis 30 Jahren konnten im Gewässerschutz respektive der Reinhaltung der Gewässer u. a. auch mit wirtschaftlichem und technologischem Aufwand bereits gute Erfolge erzielt werden. Dennoch gibt es auch heute noch auf dem Gebiet des Gewässerschutzes große Anstrengungen zu unternehmen, um die Belastungen und die technischen Eingriffe, die sich negativ auf die Gewässer und die Landschaften auswirken, zu minimieren.

Vor allem sind solche Belastungs- bzw. Gefährdungssituationen, die sich durch Stoffeinträge oder durch wasserbauliche Veränderungen bzw. Eingriffe, wie Veränderung der Gewässerläufe bzw. –strukturen usw. ergeben, eine Herausforderung und Gegenstand des Gewässerschutzes.

Das Abwasser, was sowohl in den Haushalten als auch in allen Bereichen der Industrie und den Gewerbebetrieben anfällt, enthält belastende Stoffeinträge, die die Nutzung des Wassers für Flora und Fauna und zur Trinkwasserversorgung negativ beeinflussen. Aber auch die Schifffahrt hat einen erheblichen Anteil an der Einleitung gefährdender Stoffe (z.B. Öle oder toxische Stoffe) in unsere Gewässer. Als Maßnahme des Gewässerschutzes zur Reinigung des Wassers sind vor allem moderne Kläranlagen und spezielle Abwasserbehandlungsverfahren (biologische, chemische, physikalische) in der Industrie, um die Schadstoffe sedimentieren zu können.

Ergebnisse dokumentieren, dass wasserbauliche Eingriffe in die Gewässerstrukturen, wie Verlegung bzw. Begradigungen von Flussverläufen, Schaffung von entsprechenden Fahrwassertiefen, harte Uferbefestigungen oder Absenkungen der Wasserstände usw. nachhaltige Folgen haben können. Dadurch werden nicht nur wichtige Habitate in den Gewässern zerstört bzw. zurückgedrängt, sondern es sind schwere Eingriffe bzw. eine menschliche Eroberung oder Unterdrückung der Natur mit seinen natürlichen Flora- und Fauna-artenreichen Fluss-, Ufer und Auenlandschaften usw. Hier ist vor allem der Gewässerschutz gefragt, der nicht in Konkurrenz zum Naturschutz tätig wird und naturnahe, eigendynamische Gewässersysteme, Überschwemmungsflächen und Retentionsräume fördert und schützt und auch vorbeugend tätig wird. Dazu gehören auch die Sicherung des Grund- und Trinkwassers und der Wasserschutzgebiete. Bei der Umsetzung sind alle Bereiche aus Politik, Gesellschaft, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft, der Raum- und Siedlungsordnung gefragt, denn der ökologisch, technisch und ökonomisch effiziente Gewässerschutz mit seinen wasserwirtschaftlichen Strategien steht im Mittelpunkt des Natur- und Umweltschutzes und der Umweltpolitik zur Sicherung des ökologischen Gleichgewichtes.

Photo: Jodocos – Fotolia

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